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2014

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Selbstläufer des Jahres !

Hat gesucht und hat ihn gefunden, zumindest schon mal für das vergangene Jahr. Es muss ja immer und wieder was Neues geben; Und in einer der zahlreichen, nicht konstant durchgeschlafenen Nächte kam dazu die Idee: Eine kleine Anerkennung für denjenigen, der sich (nicht nur) 2013 besonders um unsere Laufgemeinschaft verdient gemacht hat. Gut, die Wahl war nicht ganz demokratisch, und ich möchte auch nicht Rio Reisers "König von Deutschland" sein, aber ich denke im Ergebnis werden mir die Meisten wohl zustimmen. Es sind dann sogar zwei " Selbstläufer des Jahres " geworden. Der eine - wir lüften jetzt mal das Geheimnis - ist unser Günter. Er wurde bereits, wenn auch etwas am Rande, bei unserem Backes Event in Pützfeld mit einer guten Flasche Wein und ein paar warmen Worten geehrt. Die andere Belobigung wurde beim Dinner for Christmas in Anwesenheit der dort Tafelnden ausgesprochen und betrifft, obwohl er etwas zu spät kam: unseren Eric! Tagelang die Laufstrecke markieren, Verpflegungsposten beim Steinerberglauf, Sommerfest vorbereiten, mal eben das Open Air Waschhaus (vom Panoramalauf ) in die tiefe Eifel karren ..., ich könnte da jetzt ins Detail gehen, aber wer mit offenen Augen durch 's Laufgeschehen geht, wird 's längst selbst bemerkt haben: Den vollen Einsatz für die Selbstläufer, wann immer er gefragt war! Dafür also noch einmal ein ganz großes Dankeschön, ich denke von uns Allen, und bescheiden wie wir sind, verbunden mit dem Wunsch: Weiter so!
 

2014-03-23 Ahrkreisstaffel Bad Breisig: Selbstläufer SV Altenahr - Jugend U 16 beim gemeinsamen Zieleinlauf 
Die Top Mannschaft der Selbstläufer ( von links ) : Hannes Frings, Daniel Kannapinn, Jochen
Kümpel,Jürgen Otto und Nils Fuhrmann ( es fehlt Startläuferin Cassandra Vorwig ) 

Fünf Marathonstaffeln der Selbstläufer SV Altenahr laufend unterwegs für den guten Zweck 
Jugendmannschaft U 16 belegt Platz 1 der Schülerwertung bei der Ahrkreisstaffel in Bad Breisig 
Maximal 5 Läufer plus einem Kind bis 15 Jahre als Startläufer, davon mindestens eine Frau im Team,
teilen sich die Marathondistanz über 42,2 km, so lauten die Rahmenbedingungen der jedes Jahr an einem
anderen Ort stattfindenden Ahrkreisstaffel. Von fünf bis weit über siebzig, vom fast Profisportler über
Vereins - und Betriebssportgruppen bis hin zum reinen Hobbyläufer, beim gemeinsamen Lauferlebnis im
Team sind sie alle immer wieder mit Begeisterung dabei, zumal der Erlös der Veranstaltung immer einem
sozialen Zweck zu Gute kommt. 
In Bad Breisig waren dabei insgesamt 39 Runden, je zur Hälfte um und im Kurpark der Quellenstadt
zurückzulegen. 
Das schnellste Team der Selbstläufer Altenahr belegte dabei in 2:20:32 Stunden Platz 7 in dem
hochkarätig besetzten Starterfeld, und selbst die " langsamste Equipe " der Altenahrer Laufgemeischaft
erreichte gemeinsam mit 3:33:07 Stunden eine Marathonzeit die dem Einzelnen als Solist wohl verwehrt
bleibt. 
Die größte Freude herrschte aber sicher bei den Jugendlichen Selbstläufern, in der Besetzung ( von links )
David Müller, Liesa Laubner, Cassandra Vorwig, Lesley Sartor, Moritz Laubner, Stefan Zimmermann,
Thomas Gies und Hanna Müller ( auf dem Bild verdeckt ) durchliefen sie nach bemerkenswerten 2:51:34
Stunden den Zielbogen und belegten damit den ersten Platz bei den getrennt gewerteten Jugend - und
Schulstaffeln. 
 

2014-04-27 Selbstläufer in China

Sabine Schenke auf der chinesischen Mauer

Das Foto zeigt Sabine beim Ultralauf auf der Chinesischen Mauer ( ca. 6250 km lang ! ),

das Läuferfeld hat sich zum Zeitpunkt der Aufnahme offensichtlich bereits weit auseinander gezogen. Zu ihrem 2. Ultra -
die 50 km beim Trail Uewersauer waren da wohl eher zum einlaufen gedacht - ist sie mit ihrem Trainer,
Manager, Betreuer, Fotograf und Erzeuger in Personalunion, Helmut angereist, wir erwarten ihre Rückkehr
auf die heimischen Laufstrecken noch in diesem Jahr.

 

2014-06-01 Treffen der Selbstläufer in der Bretagne

Trainingslager in der Bretagne! Gruß Bernd und Monika (links) und Klaus und Ute

 

2014-06-14 Teilnahme am 3. Ahraton

 

 

 

 

2014-07-19 Teilnahme am Eiger-Extremlauf:  Anette E51 Platz 92, Eule E101 Platz 129


2014-08-02 Trail Römische Weinstraße

Schweich/Riol/Mosel: Es lief was auf der Römischen Weinstraße

 
  
"Da kommt die Ooooiiileee!", jauchzt der Festivalmoderator schon von
weitem in den schwülen Sonntagmorgen hinein 
und noch in Mehring ein Stück den Fluss runter soll das Goldrandservice in
den Biedermeierschränken gezittert haben. 
Ein versprengtes Häuflein Altenahrer Selbstläufer nähert sich vom
Campingplatz in Riol her in meditativem Entengang 
dem am Moselufer aufgebauten Weinzelt, das als Treffpunkt für alle
aufgebaut ist, die ihre Vortagesleistungen noch 
einmal Revue passieren lassen wollen. 
Die 'Ooooiiileee' hat ganz offensichtlich Eindruck hinterlassen und tatsächlich
hat der Mann hinter dem Rufnamen am 
Vortag ein weiteres glänzendes Mosaiksteinchen dieser Mauer der
Unantastbarkeit hinzugefügt, die alle wahren Legenden 
umgibt, mögen sie auch ansonsten eher auf der kommunikativen Seite
stehen, wie eben Herr Eule. Morgens um vier noch 
auf der Suche nach 'dem Ei', abgefüllt mit mehreren Litern Buttermilch und
sechs Haferflocken nach einer mehr oder 
weniger schlaflosen Nacht, wollen 85 km und 3000 hm ja auch erst einmal
angegangen, im besten Fall dann auch 
beendet werden, nicht wahr? 
Samstagnachmittag 17 Uhr 22 war es dann so weit, dass sich der
Gesamtneunte des Trail Römische Weinstrasse 2014 
und besagter leutseliger Moderator hinter der Ziellinie kennenlernten, 11
Stunden und 22 Minuten nachdem das Rennen 
um sechs in der Früh gestartet worden war. Die Vermutung ist vielleicht
nicht allzu weit hergeholt, dass die Einführung 
einer Mannschaftswertung erst in dem Augenblick zu einer Idee wurde, in
dem Herr Eule im Ziel von beinahe der 
kompletten Belegschaft (die sich auf dem 25 km Trail versucht hatte) in
Empfang genommen wurde; im Gegensatz 
zu den meisten anderen, auf die kaum jemand wartete. Oder auch nur,
damit Sabine und Daniel auf das imaginäre 
Podium durften, um den erlaufenen Wein abzuholen, die vorher tatsächlich
als Einzige bei der Siegerehrung leer aus- 
gegangen waren. 
Im Falle von Sabine muss man natürlich ganz ohne Süffisanz anmerken,
dass man ja auch nicht mehr erwarten kann, 
wenn man das halbe Rennen damit verbringt, im Kreis und somit ein paar
Kilometer mehr zu Laufen. Da ist der 
mögliche zweite Damengesamtplatz natürlich irgendwann vergeben.
Andererseits wirft sich plötzlich die Frage auf, 
wie sinnvoll Schlaf vor einem solch anspruchsvollen Rennen denn überhaupt
ist, wenn die Einzige, die von dem 
lärmigen Junggesellenabschied in der unmittelbaren Nachbarschaft
verschont geblieben war, an der Konzentration 
scheitert. Der Junggesellenabschied, der zu allem Überfluss in allerfeinstem
Saarländisch abgehalten wurde und in 
den anderen Zelten, respektive Annes und Günters Wohnmobil, sämtliche
Reaktionsmuster zwischen kontrarabauken- 
haftem Aufbegehren und purem Fatalismus beschwor, je nach Charakter. 
Im Falle von Herrn Daniel wiederum ist mehr als der sechste Gesamt- und
zweite Altersklassenplatz sicher auch nicht 
zu erwarten, wenn man am Tage vor dem Wettkampf nichts Besseres zu
tun hat, als seine Neurosen zu pflegen und 
den halben Campingplatz mit Geschichten vom klemmenden Ischias zu
versorgen, anstatt sich endlich einmal dazu 
herabzulassen, einfach seinen Sport auszuüben. Allerdings dürfte sich vor
allem der schnelle Chris Fröhlich vom 
Stellplatz gegenüber gewundert haben, als eben dieser klemmende Ischias
bei km 23 im 3.48er-Tempo an ihm 
vorbeigeflogen kam, nachdem er eine Stunde zuvor an einer der
sagenhaften Steigungen den Stehgeiger gemimt hatte. 
Letztlich alles nur ein taktisches Manöver? Aus manchen wirst du nicht schlau... 
  
Geehrt hingegen Herr Ernesto, der als Alterspräsident die M60 in kühler
Souveränität beherrschte, niemals einen 
Zweifel daran aufkommen lassend, im Ernstfall immer noch einen Gang
höher schalten zu können und der bereits 
im Zielbereich schon wieder zu druckreifen Interviews in der Lage war. 
Anne muss sich als Gesamtdritte fragen lassen, ob es denn wirklich
notwendig ist, sich unterwegs noch auf ein 
Fotoshooting einzulassen, wenn man mit etwas mehr Konsequenz im
Tempobereich der betrügerisch zu Silber 
gelangten Jungschnecke aus Olpe möglicherweise trotz deren Abkürzerei
hätte enteilen können. 
Was uns zu der anderen Damengesamtdritten bringt: 
Swetlana, die sich als heimliche Gewinnerin des Wochenendes bei ihrem
ersten Trail aus dem Stand in eine Dimension 
katapultierte, die sie sich nicht einmal selbst zugetraut hatte, die jetzt
allerdings keine Ausrede mehr hat, wenn 
auf den vergleichsweise pflegeleichten Trainings-Ründchen im Bergischen
Land mal ein Hügelchen lauert. 
Tja. So läuft's. 
  
Gelaufen ist auch Annette, die dabei mal wieder gewann und somit
einerseits dem Druck der Favoritenbürde standhielt, 
die ihr vom Trierischen Volksfreund aufgeladen worden war, der sie als eine
der Titelkandidatinnen gehandelt hatte, 
die andererseits aber auch der leisen Kritik der teils selbsternannten
Experten begegnete, die ihr nach dem Eiger 
Ultra geglaubt hatten vorhalten zu müssen, sie habe sich dort eventuell
nicht bis ganz zur Gänze zerlegt. 
  
Das aller dickste Kompliment gebührt aber den nicht selbst gelaufenen
Mitgereisten, die dieses disparate, neurotische 
und egozentrische Läuferensemble chauffiert, beklatscht, bemuttert und
auch einfach mal nur ausgehalten hat, so 
dass bei aller berechtigten Kritik der Eindruck eines Erinnerns werten
Wochenendes haften bleibt, so ist zu hoffen. 
  
Na dann, allzeit geschmeidiges Bein wünscht Euch 
  
Herr Joonas

 

Peter Jeandrée in Berlin Big 25

 

2014-08-29 4. Panoramalauf rd.u.d.Brg.Are

Pressebericht: Mittelahrbote 2014-37.pdf

 

2014-11-15 Trail Uewersauer Luxemburg

Pressebericht Blick Aktuell: 2014-11-15 Uewer-Sauer-Trail.pdf

Die Selbstläufer Altenahr bereit zum Start : (v.l.n.r.) Sabine Schenke, Annette Frings, Eule Frings, Daniel Kannapinn, Anne Ley-Frings, Thomas Konradi und Swetlana Schröter ( es fehlen Steffi Konradi und Petra Kassner )

Der nebelige Trail hat zu einer besonders ausgiebigen und schönen Poesie unseres Pseudonyms Herrn Joonas geführt..., wie man wie folgt lesen kann:

(...Dir Eule...)  als zuständiger (der) Zensurbehörde, möchte ich Dir diese kleine Meditation vorlegen.
Solltest Du sie als für die (Läufer)Allgemeinheit tauglich befinden, darf sie die Runde machen.


Stille Melodien aus dem Tal der Trolle
 
Das unsichtbare Seeufer schmatzt zufrieden.
Der nahe Wald schweigt und tropft.
Die feinen Nebelschwaden unter dem matt orangen Schimmer der Laternen summen eine unhörbare Melodie.
Die tiefschwarze Nacht von Lultzhausen, Luxemburg liegt in den letzten Zügen und du bist gekommen, um dein Verhältnis zur Demut zu erneuern.
 
Für deinen 100. Wettkampf hast du dir den Trail Uewersauer ausgesucht, doch du bist noch niemals zuvor 53 Kilometer gelaufen und du weißt nicht,
wie es ist, mehr Höhenmeter zu bewältigen, als der Jungfrau Marathon sie bietet. Die schlaflose Nacht – geschenkt. Du bist es mittlerweile gewohnt,
dass sich vor ‚großen‘ Läufen irgendetwas in dir einfach nicht abschaltet. Wenn der Startschuss fällt, wirst du davon nichts mehr bemerken.
 
Aber wo zum Teufel sind die jetzt alle?
 
Du bist mit den Selbstläufern im Frühstückssaal der Jugendherberge verabredet. Madame hat dein sorgsam austariertes Haferbananeschälchen an
sich genommen und du wolltest nur noch schnell ein paar Sachen zum Auto bringen, aber jetzt irrlichterst du haltlos zwischen den Gebäuden hin und
her, hast an der Tür gerüttelt, hinter der du den Speisesaal weißt, aber sie war unerbittlich verschlossen und bist noch einmal zum Schlaftrakt zurückgeeilt,
um in hallenden Fluren an Türen zu hämmern, hinter denen natürlich längst niemand mehr auf dich wartete. Träumst du? Kann man hier irgendjemandem
in die Fresse hauen? Wo steht die verfickte Kamera, vor der du dich hier gerade zum Larry machst?
Atemlos erscheinst du wieder auf der Straße.
Da öffnet sich eine Tür. Die Silhouette von Madame wird sichtbar.
„Du brauchst die Chipkarte.“ Ihre Stimme verrät leise Ungeduld. In der hohen Halle sitzen die Selbstläufer. Gut vorbereitet. Gelassen. Konzentriert.                                                                                                                                                                                                        
Du liebst sie alle. Deine hochrote Birne gesellt sich dazu.
 
Knappe zwei Stunden später steht ihr verteilt im Starterfeld, nachdem Ihr Euch eine gute Reise gewünscht habt und werdet, von feuchten Nebelschwaden
behaglich umhüllt, auf die Strecke entlassen. Du hast dich weiter hinten einsortiert, als zuletzt üblich, denn: du bist ja hier, um demütiges Verhalten zu
üben. Doch bei allem Respekt scheinen deine Beine vor allem laufen zu wollen und vor die zu erwartenden Demutsbekundungen hat der Weg als solcher
erst einmal die unbedingte Achtsamkeit gesetzt, so dass du mehrmals die Arme einsetzen musst, um nicht ab-, aus-, oder irgendwo hinein zu rutschen,
denn es ist massiv schlammig und außerdem treibt es euch erst einmal recht viel talwärts und dann taucht vor dir plötzlich Eule auf. Das ist nun die
Situation, die du unbedingt hattest vermeiden wollen! Sein Radlertrikot ist dermaßen mit allerhand läuferspezifischen Leckereien angefüllt, dass es ihm
fast bis in die Kniekehlen hängt, doch der Schritt ist heiter-beschwingt und du pirschst dich so unauffällig und ambitionslos wie möglich von hinten an, ehe
er dich schließlich bemerkt. Ohne dass du etwas dafür kannst, erwischst du kurze Zeit später ein etwas trockeneres Stück, als er es gerade unter sich hat,
so dass du gar nicht anders kannst, als vorbei zu ziehen und hast unmittelbar das Gefühl, einen ernsthaften Fehler begangen zu haben. Du schwörst, es
bei diesem Einen bewenden zu lassen und bist ohnehin fest davon überzeugt, früher oder später wieder kassiert zu werden.
 
Im Folgenden praktizierst du etwas, das man bei dir lange nicht gesehen hat: Du bleibst an Verpflegungspunkten stehen und verzehrst in aller Ruhe Tee,
Wasser und Kekse, ehe du weitertrabst, ja, du lässt dich sogar zu einem vermeintlichen Stückchen dunkler Schokolade hinreißen, das sich als ein geradezu
grotesk fieser Energieriegel mit Minzgeschmack entpuppt und bildest dir so lange ein, dass du dich gleich übergeben musst, bis du in einem breiten
Schlammloch beinahe deinen Chipschuh verlierst und dich fortan wieder auf den Weg konzentrierst. Nach 13, 14 Kilometern geht es durch ein Tal, in dem
die Trolle wirklich alle Wasserhähne haben laufen lassen und dir wird schlagartig klar, dass dein Trollfreund Herr Joonas da seine Pfoten im Spiel hat …
denn umspielte die munter funkelnden Äuglein des kleinen Elchmanns nicht dieses ‚Ich-hab-da-eine-Überraschung-für-dich-eingebaut‘-Griemeln, als
du ihm dein rituelles Busserl auf seine Schnauze drücktest, ehe du dich unter dir Läufer wagtest?
 
Na warte.
 
Bei Kilometer 20, an der Jugendherberge, erblickst du Selbstläuferkollegin Petra, die ungeduldig auf ihren Staffeleinsatz wartet und eine Tasche hinter
sich herzieht, als wolle sie gleich auswandern. Du hättest ja noch nicht einmal geschwitzt, bemerkt sie. Aha. Nun – du wirst das nachholen, denn es hebt
an ein Mittelstück von erlesener Garstigkeit. Du wirst zum Geher, zum Pilger vielleicht eher und dennoch erreichst du die Hälfte der Strecke in knapp
unter zweieinhalb Stunden, aber solltest du tatsächlich noch einen verwehten Rest verblendeter Sportlerillusion besessen haben, so wird er dir endgültig
genommen, als du im Rücken des zauberhaften Kleinods Esch-sur-Sure eine schieferige Mooswand im Wald erklimmen sollst, die erste von mehreren.
 
Für einen schnaufenden Moment erreicht dich an ihrem Ende die Erleuchtung, ein kleines Satori, mittels einiger Sonnenstrahlen und der arrogante
Schnösel in dir, der es einfach nicht nötig hat, bei profilierten Landschaftsmarathons schneller als 3.11, 3.14 oder 3.15 zu laufen, verabschiedet sich
vorläufig.
 
Endlich hast du eine reinere Form des So-Seins erreicht, in der du keine anderen Ziele mehr hast, als den Weg zu Ende zu bestehen; dies nun sollte aber
schon noch sein, denn es ist und bleibt dein 100. Wettkampf.
 
Nach 30 Kilometern taucht wieder Selbstläuferkollegin Petra auf, in Gesellschaft von Madame, die dir ihre Freude über ihren gelungenen Staffeleinsatz
entgegenstrahlt, und Günther, dem Roadmanager des Selbstläuferteams. Irgendjemand muss Petra erzählt haben, du seist anfänglich unter den ersten
Fünf gewesen und du meditierst etwa vier Kilometer lang die Bedeutung der als Frage verbrämten Vermutung, ob du etwas zurückgefallen wärst, was
du ja nicht bist, denn es überholt kaum jemand, doch dann und wann überholst du selbst und so bleibt das Ganze rätselhaft. Da du dich strikt nicht
umdrehst, weißt du nicht, wo Eule sich befindet …
 
Aller neu gewonnenen Luzidität zum Trotze hast du nach über 40 Kilometern, am tiefsten Punkt der Strecke und zwei der längsten Anstiege noch vor dir,
den Kanal ziemlich voll und etwas zu viel Gelegenheit, an deiner läuferischen und überhaupt menschlichen Unvollkommenheit zu Leiden, speziell auf
diesem zugigen Hochplateau zwischen den beiden letzten Verpflegungspunkten, auf dem du auch ohne Steigung drauf und dran bist, in den Pilgermodus
zu verfallen, während glänzende schwarze Raben ihr Hohngelächter über dir ausschütten.
Schließlich bist du sogar zum Weinen zu schlapp, als deine trüber werdenden Augen endlich Madame und Günther erblicken, die irgendetwas rufen, das
du nicht verstehst. Wer immer die Idee mit der in eine lehmige Aufhäufung gehauenen Holztreppe hatte, die ihr kriechend bewältigen müsst, ehe ihr in
die warme Halle zieleinlaufen dürft – er ist dafür verantwortlich, dass du drei Sekunden vor dem Ende des Weges fast doch noch schlechte Laune bekommst und dann braust um dich herum Geräusch auf, das werden Menschen sein, denkst du, viele Menschen und laute Popmusik und ein beflissenes Helferlein
weist dir den Weg, da, rechts, raus, Zelt, Verpflegung und das kleine Du wankt hin und dann reicht eine junge Frau dir lächelnd einen Becher warmen Tees.
 
Deine klammen Finger umschließen zögerlich das Geschenk.
 
Dann nimmst du einen Schluck.
 

2014-11-28 Steinerberglauf und Jahresabschluss im Pützfelder Backes

 

Gut gelaufen  ( bzw. gut gewalkt ) , 
sind immerhin 20 Selbstläufer in fünf Gruppen. Alle haben den Höhepunkt erreicht, sind dort zum trinken
und aufwärmen eingekehrt, nur meine Gruppe war etwas zu langsam sodass wir alsbald alleine dort
saßen. Gut zurückgekehrt sind auch alle, ins Backes wo uns Uli einen warmen Empfang bereitet hat, mit
angenehm temperierten Räumen und einheizendem Glühwein. 
 
Gut gegessen , 
haben wir dank der vielen leckeren Sachen die ihr alle mitgebracht habt, und das bis spät in der Nacht.
Ein besonderes Highlight war natürlich der " genagelte " Lachs auf dem Buchenholzbrett, dafür ein
Großes Dankeschön an Monika, die sich auch um das Eventgebäude gekümmert hat. Die Selbstläufer
freuen sich sehr darüber das du auch im nächsten Jahr wieder Geburtstag hast !!! 
Noch verbesserungswürdig war höchstens der Menüablauf, obwohl Die Suppe Danach, oder so ein
leckeres Steak von Eric gegen Mitternacht hatte ja auch was ...... . 
 
Wie sich bereits erahnen lässt, haben wir ........ 
 
Gut gefeiert , 
vom Zieleinlauf am Backes an bis tief in die Nacht, wie im Drehbuch vorgesehen. Es gesellten sich im
Laufe des Abends ja noch einige dazu, es wurde eine nette, gemütliche Runde mit peripherer
musikalischer Untermalung. Einige glänzten durch Abwesenheit, andere konnten leider nicht kommen, z. T.
aus traurigem Anlass, was uns allen sehr leid tut ! 
 
Ich hatte den Eindruck das wir uns an dem Tag, an dem Abend alle 
 
Gut verstanden 
haben, was nicht immer selbstverständlich ist, aber sehr erstrebenswert. Das ist wohl wichtig für eine (
Lauf - ) Gemeinschaft, wäre schön wenn es uns gelingt diesen Kurs weiter beizubehalten ! 
 
Vielleicht findet ihr noch ein paar " Gut ....... " , auf jeden Fall hat sich die Veranstaltung für 's nächste
Jahr bestens empfohlen. 
 
Tradition hat mittlerweile auch unser " Dinner for Christmas ", findet es doch am Mittwoch ( 10.12. ) ab
19:00 Uhr bereits zum dritten Mal in der Blechkatze statt. Siggis Kochkünste würde ich generell mit einem
Stern mehr bewerten als das Ambiente in der Blechkatze, aber vielleicht können wir gemeinsam die
Differenz etwas verringern. Wir freuen uns auf einen schönen, vorweihnachtlichen Abend mit Annette &
Eule , Petra & Peter Bärlein, 
Petra & Roger, die sich vor gut einem Jahr " getraut " haben, Resi von der Höhe, Eric aus dem Vorort,
Sybille & Jojo vom " Maison du Vin Chaud " , Christa & Kalle, die sich 2 x angemeldet haben, aber nur
einmal bezahlen müssen , Sabine, unsere Newrunnerin aus dem selbstläuferischen Zentrum , und sicher,
sicher auf Monika & Bernd . 
Katrin und Jochen, sowie Resi ( für Norbert ) wollten mir bis zum Wochenende Bescheid geben ob sie
dabei sind. Ich hatte da eigentlich an das Wochenende vor dem Essen gedacht .......... . 
Also, 15 Mitesser sind gesetzt, so ca. 2 -3 können noch Last Minute dazu stoßen, und wer " nur " zum
trinken kommen möchte ist selbstverständlich auch sehr gern gesehen !!! 
 
Gefeiert haben wir in jüngster Zeit auch auf der Martinshütte, und viele waren ganz toll bayrisch ! Gut, das
eine oder andere Dirndl steckte gerade in der Wäsche, aber Swetlana hätten wir die Bäuerin glatt
abgekauft, und Sasche gar ein anderes Gewerbe ........ . Es war eine tolle Fête, u. a. mit vielen
Selbstläufern, aber ich möchte unserem " lieben Roger " natürlich auch von offizieller Seite noch einmal
recht herzlich zum 50igsten Geburtstag gratulieren, von mir und allen Selbstläufern !!! Wir hoffen du
bleibst uns noch lange erhalten, als Läufer, als Web Manager, als Race Resulter und natürlich als der
nette Schwarzwälder von nebenan. 
 
In der nächsten Mail geht es dann wieder mehr ums Sportive. 
 
Wir sehen uns, liebe Grüße 
 
Eule     

 

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